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Liebe Leser,

 

im Laufe der Zeit soll unsere Internetseite hier aufgefrischt und neu gestaltet werden.

Bis dahin sei nur soviel erklärt:

 

Es gibt uns noch.  

Wir haben immer noch unheimlichen Spaß, wenn wir zusammen sind und musizieren.

Und wir haben nicht vor, das in nächster Zeit zu ändern.

 

Seit Kurzem proben wir nicht mehr im Haus des Gastes sondern in der Grundschule in Heimbach.

Wer uns also besuchen möchte, kann gerne mittwochs ab 18:30 Uhr vorbeikommen.

 

für den Vorstand

 

Werner Bongard

(1. Vorsitzender )

Der große Zapfenstreich 

 

 

Zu vielen besonderen Anlässen wird auch immer wieder „Der große Zapfenstreich“ gespielt.

Anlass genug, einmal zu erklären, was es mit diesem Ritual auf sich hat.

 

Den Zapfenstreich gibt es schon seit den Zeiten der Landsknechte in jeder Armee. Es sollen vor allem Wallensteins Landsknechte gewesen sein, die das Wort „Zapfenstreich“ geprägt haben.

Ein Zunftbrauch der Marketender und Gastwirte, die beim Erklingen des letzten Trommelwirbels oder Trommelrufes den Spund (Zapfen) des Fasses zuschlagen (streichen), wird zum Begriff für den Beginn der Schlafenszeit beim Militär.

Die Musikcorps wurden durch Fürsten und Könige gefördert, oft versuchten die Herrscher, sich gegenseitig zu übertreffen.

Alle großen Komponisten widmeten sich der Marschmusik.

Beethoven schrieb seinen Zapfenstreichmarsch und bereicherte damit den zeremoniellen Zapfenstreich.

Im Laufe der Zeit hat sich der Zapfenstreich als musikalischer Befehl in jeder Armee durchgesetzt und unterschiedlich entwickelt.

Während der Freiheitskriege erhielt der Zapfenstreich dann auch seine zeremonielle Bedeutung, als König Friedrich Wilhelm der II. im Lager der verbündeten Russen bei Groß-Märschen im Jahre 1813 den Brauch kennenlernte, dem Zapfenstreich ein Gebet folgen zu lassen.

Er hatte den Wunsch, dass seine Truppen in „Hinsicht auf die Gottesehrung keinem anderen nachstehen sollten“ und führte auch in Preußen das Gebet nach dem Zapfenstreich ein.

Der „Große Zapfenstreich“, erstmals von dem Musiker Friedrich Wieprecht ( 1802 – 1872 ) im Jahre 1838 zusammengestellt, umfasst heute:

-                     Locken zum Zapfenstreich

-                     Zeichen zum Gebet (üblicherweise

                          („Ich bete an die Macht der Liebe“) 

-                     Abschlagen nach dem Gebet

-                     Ruf nach dem Gebet

-                     Nationalhymne

 

Das Signalstück für Pfeifer und Trommler galt als Aufruf für strikte Abendruhe.

Heute ist das Zeremoniell ebenfalls noch als Abschluss einer Festveranstaltung gedacht.

Hohe Persönlichkeiten aus dem militärischen Bereich werden mit dem „Großen Zapfenstreich“ verabschiedet.

Der „Zapfenstreich“ gilt heute für viele „Berufskritiker“ als militärisches oder gar nationales Zeremoniell. Tatsächlich ist der „Große Zapfenstreich“ ein Stück praktizierte Musikgeschichte.

Die nachfolgende Chronik wurde aus Anlass des 75jährigen Jubiläums im Jahr 1997 erstmalig erstellt. Da bis dahin keine Chronik existierte, bedurfte es entsprechender Kleinarbeit, die hier zusammengestellten Fakten zu recherchieren. Aus diesem Grund möchten wir uns noch einmal bei allen, insbesondere bei der Heimbacher Bevölkerung, bedanken, die bei der Erstellung der Chronik geholfen haben. Sei es durch Gespräche mit Zeitzeugen, sei es durch die Gestellung von Fotografien oder, oder, oder

Gleichzeitig möchten wir darauf hinweisen, dass wir ständig an weiteren Information oder Bildern des Vereins interessiert sind. Sollten Sie also Bildmaterial zur Verfügung stellen wollen, das wir noch nicht kennen, finden Sie in uns dankbare Abnehmer. Schließlich wollen wir unsere Chronik weiter vervollständigen und natürlich auch weiterführen, damit wir zum 100sten nicht noch einmal von vorne anfangen müssen.          

Und jetzt wünschen wir viel Spaß beim Durchstoebern unserer Vereinsgeschichte!

 

 

Chronik des Tambourcorps "Gut Klang" Heimbach 1922 e.V. 

 

Von der Gründung bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges      ( 1922 - 1939 ) 

Schon vor 1922 gab es einzelne Aktivitäten des Tambourcorps, damals begann es mit einer kleinen Gruppe junger Männer des Turnvereins.

"Um die Jugend weiter zu begeistern, gründete man innerhalb des Vereins ein Tambourcorps, welches unter der Leitung des Tambourmajors Johann Cornely stand. Die Gerätebeschaffung hierzu belief sich auf einen Preis von 516,- Mark." (Gabriel Bongard, Chronik des Turnvereins, 1921)

Bereits 1921 spielte man zur Heimbacher Kirmes, die trotz Festzelt im Freien stattfand. Während der Kirmesfestmesse flog die Zeltplane weg.

Johann Cornely baute mit einigen Arbeitskollegen aus dem Kraftwerk das Tambourcorps innerhalb eines Jahres auf. Während des ersten Weltkrieges spielte er in einem Musikcorps der Wehrmacht und hatte somit die besten Voraussetzungen für diese schwierige Aufgabe. Er übernahm das Kommando als Tambourmajor und bildete die anderen aus. Bald schon zogen die Spieler zu Wettstreit und Freundschaftstreffen in der Umgebung - und das alles zu Fuß!!!

Allmählich rennte man sich vom Turnverein und ab 1928 sprach man nur noch vom "Tambourcorps Heimbach". Eine Zugehörigkeit blieb aber bestehen; so spielte der Verein z.B. am 01.09.1928 zur Einweihung der neuen Turnhalle. Eingeschränkt wurde die Arbeit der Spieler durch die französische Besatzung. Auftritte in der Öffentlichkeit waren nicht gerne gesehen, und so beschränkte man sich auf Kirmes und Maifeste. Die Übungsstunden fanden unter der strengen Aufsicht des Majors im Hinterhof der Gaststätte "Schiffmann" statt.

Dies änderte sich im Dritten Reich. Hier spielte die Marschmusik eine große Rolle und so wurde auch das Tambourcorps dazu gebraucht. Der erste Mai sowie der Maiumzug mit Maikönigin waren immer ein großes Ereignis. Der große Umzug begann auf der "Laach" - vorne weg das Tambourcorps, gefolgt von der Maikönigin und den politischen Gruppen. War die Spitze schon am Voigtplatz, so schlossen sich auf der "Laach" immer noch Gruppen an! In dieser Zeit feierte man natürlich auch Kirmes, damals noch volle vier Tage lang. Ein weiteres Großereignis war die Inbetriebnahme des Staubeckens Heimbach, zu dessen Festakt das Tambourcorps ebenfalls aufspielte.

Durch den tödlichen Unfall des Majors Johann Cornely im Jahre 1939, aber auch durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges ging das Tambourcorps damals unter. Viele Aktive wurden eingezogen - und einige kamen leider nie zurück.

 

Von Kriegsausbruch bis zum 50jährigen Jubiläum            ( 1939 - 1972 ) 

Im Jahr 1939/1940 wurde das Tambourcorps von Herrn Esser von der Reichsbahn übernommen und integrierte es in die HJ-Feuerwehr. Er bildete die Jugend an Flöte und Trommel aus. Jedoch wurden auch hier immer mehr Mitglieder eingezogen, so dass das Tambourcorps 1941 mit nur sechs aktiven Spielern zum Schleidener Feuerwehrfest zog. Den langen Fußmarsch dorthin ( immerhin rund 17 Kilometer ) nutzten sie zum Üben der Parade. Gegen Ende des Krieges wurden auch die letzten eingezogen, so dass dies eine langjährige Vereinspause zur Folge hatte.

Aber schon zur Hausener Kirmes am letzten Augustwochenende 1945 waren einige Spieler wieder aktiv, womit eine neue Ära des Vereins begann. Obwohl es bis Januar 1949 durch die britische Besatzung verboten war, Vereine zu gründen und mehr als zwei Deutsche an einer Stelle zu versammeln, ergriff eines der alten Mitglieder  - Johann Schöller - die Initiative. Er und wenige Mitspieler repräsentierten für die nächsten Jahre das Tambourcorps. Unter schwierigsten Bedingungen hielten die zehn Aktiven bis 1957 zusammen. Sie spielten zur Kirmes und zu Maifesten, was mit einer handvoll Männer, die nicht immer vollzählig erscheinen konnten, sehr schwierig war, aber trotzdem oft gelang.

Ein neues Spielgefühl bekamen die Zehn, als Johann Schöller (besser bekannt als "Schang" oder "Vater") im Jahre 1957 offiziell als Tambourmajor die Führung übernahm. Amtsdirektor Hermanns übergab den "Küs" an Johann Schöller, das Corps gehörte von nun an zur Freiwilligen Feuerwehr und trug (finanziert durch eine Spende der Stadt Heimbach) deren Uniform.

"Das Tambourcorps konnte nach dem zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgezogen werden. Jedoch ist es im Jahre 1957 unter der Regie der Freiwilligen Feuerwehr Heimbach wieder zu neuem Leben erweckt worden. Bewährte Kräfte des alten Korps, so Theo und Heinrich Marx und Jean Schöller, waren bemüht, die Jugendlichen Heimbachs wieder zu unterrichten." (Gabriel Bongard, Chronik des Turnvereins, 1957)

Durch gute Kameradschaft und musikalische Leistungen zog es Neulinge zum Verein, so dass man mit mehr als 15 Aktiven in die 60er Jahre starten konnte.

Die erste große Aufgabe war das 40jährige Vereinsjubiläum.

"1962 stand die Maifeier in Heimbach im Zeichen des 40. Stiftungsfestes des Tambourcorps, verbunden mit einem großen Freundschaftstreffen im Festzelt am Sportplatz auf der "Laach". Schon bald zogen die ersten Spielmannszüge in Heimbach ein und sammelten sich zu einem großen Festzug, der von der "Laach" ausging. Leider musste der Zug wegen Straßenarbeiten in Hasenfeld einen etwas kürzeren Weg nehmen. <....> Eine große Zuschauerkulisse spendete reichlich Beifall. <....> Aber auch die gemütliche Seite kam zu ihrem Recht. Im Festzelt war für Unterhaltung reichlich gesorgt. Trotz der kühlen Brise war der Besuch der verschiedenen Tanzveranstaltungen sehr gut. Spielleute und Gäste taten es sich noch lange gemütlich bei Tanz und froher Laune." (Zeitungsausschnitt vom 03. Mai 1962)

In diesem Jubiläumsjahr wurde außerdem in unserem damaligen Vereinslokal "Marienhöhe" zusammen mit dem neu gegründeten Karnevalsverein der erste karnevalistische Festzug in Heimbach geplant und durchgeführt.

Ab 1965 übernahm das Tambourcorps die schwere Aufgabe, die Heimbacher Kirmes auszurichten. Von nun an wurde die Kirmes wieder im Zelt gefeiert, wie auch in den zwanziger Jahren. (Nach 1928 hatte man in der Turnhalle und nach dem Krieg in den Gaststätten "Hassert" und "Fraikin" im Saal gefeiert). Damals trugen alle Vereine gemeinsam die Kirmes aus. Samstags wurde der Kirmesknochen auf der "Laach" ausgegraben. Von Kneipe zu Kneipe zog man zurück zum Saal, wo dann - wie auch Sonntags - getanzt wurde. Der Eintritt kostete fünfzig Pfennig.

Montags fand das traditionelle "Hahnenköppen" auf der "Laach" oder am alten Lindenbaum am Voigthaus statt. Abends war dann Königsball und dienstags wurde mit den Hasenfeldern gefeiert. Von Dienstag auf Mittwoch wurde der Knochen unter großer Trauer begraben und anschließend das Portemonnaie in der Rur gewaschen. Diese Tradition erhielten wir fünfundzwanzig Jahre lang aufgrecht. Natürlich wurden auch die anderen Feste wie die Kameradschaftsabende und die Weihnachtsfeiern weiterhin mit viel Freude durchgeführt.

Ein weiterer Höhepunkt war wieder ein Maifest, diesmal 1968, als die Burg in Heimbach "wiederbelebt" wurde:

"Raketen und Feuerwerkskörper zischten Mittwochabend über den Heimbacher Burgturm, während Fackeln und bengalische Leuchten die Burg in gespenstisches Licht tauchten. Aus dem an der Rur liegenden Kurpark erschallte flottes Musikspiel des Tambourcorps der Freiwilligen Feuerwehr Heimbach. Zahlreiche Heimbacher und Kurgäste bevölkerten Kurpark und Burggelände und lauschten den Musikdarbietungen und starrten fasziniert zum Burgturm, wo erstmals wieder Leben und Treiben herrschte und sogar ein Maibaum gesetzt worden war. Plötzlich einsetzender Platzregen "fegte" zwar die Zuschauer für kurze Zeit von der Straße in Türeingänge und unter schützende Bäume und unterbrach das Spiel des Tambourcorps, doch hatte die Feuerwehr vorgesorgt und ließ aus einem Feuerwehrwagen Schallplattenmusik ertönen. Wenig später schon konnten die Heimbacher ihr Maifest fortsetzen und ließen sich auch von einzelnen Regentropfen nicht mehr erschüttern." (Kölnische Rundschau, Nr. 103, 03. Mai 1968)

Ende der 60er Jahre trennte sich das Tambourcorps von der Feuerwehr. Dem Vorschlag von Josef Bongard folgend, erhielt das Corps einen neuen Namen, den wir auch heute noch mit Stolz tragen. So wurde aus dem Tambourcorps der freiwilligen Feuerwehr das Tambourcorps "Gut Klang" Heimbach!

Vier Jahre später stand wieder ein großes Maifest ganz im Zeichen des Tambourcorps. 1972 feierten wir unser 50jähriges Bestehen im Zelt auf der "Laach".   Mit Ausnahme einer Aktiven- und Inaktivenliste sowie einem Beleg, dass zwanzig Mitglieder zum Jubiläum geehrt wurden, haben wir aus dieser Zeit leider keine Zeitungsartikel oder sonstige Unterlagen gefunden.

Aktiv waren: Johann Schöller (Major), Theo Marx (Vorsitzender), Josef Bongard, Wolfgang Breuer, Walter Cornely, Johann Dahmen, Theo Hurtz, Michael Kremer, Detlef Latz, Peter Lennartz, Heinrich Marx, Helmut Müller (später Major), Josef Potas, Rudi Schink, Walter Schöller, Siegfried Schröder und Hans Wawer.

Des weiteren hatten wir zu dieser Zeit neunundzwanzig inaktive Mitglieder, die einen Förderbeitrag von 10,- DM pro Jahr beisteuerten.

 

Vom Neuanfang bis zum 75jährigen Bestehen        ( 1978 - 1997 ) 

Nach diesem Jubiläumsjahr verließen einige Aktive das Corps. Der Rest mühte sich bis 1974/75 weiter, aber dann gaben auch sie auf, unter ihnen auch der langjährige Major und Mitgründer Johann Schöller. Für die nächsten zweieinhalb Jahre verschwanden wir aus dem Heimbacher Stadtbild - ausgenommen natürlich die Kirmes, die weiterhin von uns ausgerichtet wurde.

Im Sommer 1978 präsentierte sich ein neues, junges Corps mit über dreißig Aktiven zwischen acht und fünfzehn Jahren. Unter der Leitung von Helmut Müller als Major, Wolfgang Breuer als Vorsitzendem und Heinz Nußbaum aus Düren als Ausbilder sowie Josef Bongard, Hans Wawer und Josef Schröder als aktiven "Veteranen" wurde das Corps schnell wieder bekannt.

Zur Kirmes 1978 platzte Heimbach aus allen Nähten. Die Bundesbahn feierte 75 Jahre Rurtalstrecke Heimbach-Düren mit vielen Sonderzügen, die unsere Gastvereine sowie 5000 Besucher nach Heimbach brachten.

"Höhepunkt des Festwochenendes dürfte wohl am Sonntagnachmittag der Empfang der 14 auswärtigen Spielmannszüge und Fanfarencorps gewesen sein, die anschließend in einem Festzug durch Heimbach zogen. Bei schönem Wetter hatten sich gut und gerne 5000 Menschen am Straßenrand versammelt, und es lohnt sich. <....> Der Bundesbahn, die das Bahnjubiläum organisierte und dem Heimbacher Spielmannszug, der Kirmes und Tambourfest ausrichtete, gebühren an dieser Stelle ein großes Kompliment. Denn ihnen ist es gelungen, ein großartiges Festwochenende in Heimbach aufzuziehen. Bestes Erfolgsbarometer sind immer die Besucherzahlen. Und die Tausende, die am Wochenende in Heimbach waren, sprechen Bände." (Dürener Nachrichten vom 12.09.1978)

Die 80er Jahre waren eine Zeit mit vielen Turbolenzen, aber auch vielen Erfolgen und Erlebnissen. Fast jedes Jahr waren wir unterwegs. Einmal ging es an die Mosel, dann in die luxemburgische Schweiz, in die Partnerstadt Sluis (NL), nach Kempen und als Höhepunkt fuhren wir 1986 gemeinsam mit unseren Freunden, der Kempener Schowband, zu einer Konzertreise nach Damp 2000. Es war eine großartige Reise, an die sich viele noch erinnern werden. Unvergessen bleibt hier das einmalige "Fußballspiel" T.C. Gut Klang Heimbach gegen Kempener Schowband. Niemand kennt noch das "Torergebnis", aber das "Ergebnis" am nächsten Morgen haben viele noch gut in Erinnerung. Wir haben die Kempener noch einige Male besucht, auch im privaten und familiären Bereich, doch leider brach diese Freundschaft nach fast vier Jahren auseinander, nicht zuletzt durch den Zusammenbruch der Kempener Schowband.

Musikalisch gesehen zeigten sich jetzt die ersten Ergebnisse des Neubeginns Ende der 70er Jahre.

Unter der Leitung von Kurt Latz und Egon Schneiders als Major erzielten wir bei nahezu jedem Wettstreit große Erfolge. Unser Steckenpferd war die Parade, in der wir fast immer einen Preis holten. Noch eindrucksvoller war das Einzelspiel. Jeder erinnert sich gerne an den Wettstreit in Schwerfen, wo wir alle (!) ersten Preise der Einzelwertung gewannen. Ungeschlagen blieb in diesen Jahren unser Duo Herbert (Windhausen) und Helmut (Bongard) !! Aber wie so oft im Leben führte der Erfolg auch zum Streit, so dass der Major das Handtuch warf und Werner Bongard - bisher 2. Major - sein Amt antrat. Sein Stellvertreter wurde Ralf Marx.

Noch einige Jahre lang erzielten wir große Erfolge, u.a. gewannen wir den großen Wanderpokal aus Bad Münstereifel, den wir drei jahre lang hintereinander erfolgreich verteidigten.

Trotzdem halfen alle musikalischen Erfolge und Mühen nicht, die Kirmes in Heimbach zu retten. So wurde z.B. die Kirmes zweimal verlegt, es wurden Stars aufgeboten wie "De Höhner" oder das "Eifellandblasorchester", jedoch ergab dies immer nur einen kurzen Lichtblick. Man entschied sich, die Kirmes weiter aufrecht zu erhalten, solange man nicht große Summen hinzuzahlen musste. Dies wurde aber von Jahr zu Jahr schwieriger. Auch einige Anfragen bei anderen Ortsvereinen, mit uns gemeinsam die Kirmes auszurichten, blieben erfolglos.

Nach der letzten Kirmes 1990 in Heimbach war die Moral der Aktiven am Boden. Lange wurde über dieses Thema diskutiert und wieder wurden andere Ortsvereine gefragt und um Mithilfe gebeten. Da jedoch niemand bereit war, die Kirmes mit uns auszurichten, beschloss der Vorstand mit dem gesamten Verein, die Kirmes in Heimbach "sterben" zu lassen. Es ist uns allen sehr schwer gefallen, da wir 25 Jahre lang der alleinige Ausrichter waren und sie irgendwie zu uns gehörte.

Um die Freundschaft mit anderen Vereinen zu erhalten, haben wir im Sommer 1991 eine neue Veranstaltung ins Leben gerufen: ein kleines und schönes Sommerfest im Kurpark. 1992, zum 70jährigen Bestehen, versuchten wir es wieder mit einer kleinen Kirmes im September. Es war schrecklich für uns, fast ganz allein im großen Zelt auf der "Laach" zu sitzen. Finanziell waren wir ruiniert, viele Aktive und Inaktive warfen das Handtuch, der Vorstand war ratlos und niemand wollte noch etwas vom Tambourcorps "Gut Klang" Heimbach hören.

Mit nur noch 11 Aktiven ging man 1993 in die Jahreshauptversammlung und wagte nach heftiger Diskussion einen Kurswechsel. Der alte Vorstand trat zurück und ein junger Vorstand, nur aus Aktiven bestehend, begann seine schwierige Aufgabe. Zunächst musste der "kleine Haufen" bei guter Laune gehalten werden. Wir besuchten Lehrgänge des Bundes der Spielmannszüge, gingen auf Kinder und Jugendliche zu, zeigten uns öfter in Heimbach, gewannen mehr Inaktive und versuchten, den Kontakt zu anderen Ortsvereinen aufzubauen bzw. aufrecht zu erhalten. Die erste Bewährungsprobe war das Sommerfest 1993 im Kurpark, da Kirmes oder kirmesähnliche Veranstaltungen endgültig gestorben waren. Es war für uns ein kleiner Erfolg, auf dem wir weiter aufbauen konnten. Die Feste, die immer am letzten Wochenende im Juli stattfinden, wurden trotz Sommerferien von Jahr zu Jahr besser.

Wir konnten uns finanziell wieder so weit aufrichten, dass wir im Jahr 1996 die bereits 15 Jahre alten Uniformen durch neue ersetzen konnten. Hier und da leisteten wir uns wieder einen Ausflug, eine Wanderung mit Grillen, einen Kinobesuch und auch mal wieder eine größere Musikband bei unserem Sommerfest.

.............. Forstsetzung folgt