Benzingeruch und Motorenröhren zur Kameradschaftsförderung

 

Zum vierten mal organisierten wir dieses Jahr unsere äußerst liebgewonnene Trikefahrt.

Nachdem wir im Jahr 2004 erstmals mit den etwas grobklotzig wirkenden Dreirädern die Eifel inspizierten, waren wir uns sicher, dass wir aus diesem Trip ein regelmäßiges Ereignis machen würden.

Die „Testphase“ war nach drei Jahren vorbei, so dass dieses Jahr erstmals eine Übernachtung eingeplant wurde.

Wir starteten am Samstag, dem 21.07.2007 um 18:00 Uhr mit zwölf Personen auf sechs Trikes in Tondorf und fuhren über herrlich enge und kurvenreiche Straßen durch das Ahrtal nach Niederdürenbach. Dort hatten wir zuvor mit dem „Neuen Maarhof“ ein kleines Paradies ausgemacht.

Wir parkten unsere Trikes in einer Scheune des weitläufigen Bauernhofs mit integriertem Cafe und bauten auf einer angrenzenden Wiese unsere sechs Zelte auf!     Anschließend genossen wir den Rest des Abends am Lagerfeuer mit Gegrilltem und frisch gezapftem Fassbier!

Am nächsten Morgen frühstückten wir ausgiebig im „Neuen Maarhof“ und begannen unsere Tagestour durch das Ahrtal und die Eifel.                                                                 Dabei ließen wir mit Absicht jegliche Art von Autobahn außer Acht. Selbst Bundesstraßen waren verpönt und wurden weitestgehend gemieden!

Lediglich die schon genannten engen und kurvenreichen Straßen machen doch den besonderen Reiz des Trikefahrens aus.

So fuhren wir in Kolonne durch bekannte Städtchen wie Mayen, Daun, Gerolstein, Prüm und Kyllburg, lernten aber auch kleinste „stille Örtchen“ wie Welcherath, Kelberg, Bongard, Neroth und viele andere kennen.

Mehrere Zwischenstops, bei denen wir bei strahlendem Sonnenschein auf den Außenterrassen  kleiner Bauercafes die erforderlichen Portionen Kaffee einnehmen konnten, machten die Fahrt um so angenehmer!

Unser Mittagessen nahmen wir im Bikertreff „Dieselstübchen“ in Nerdlen-Kradenbach ein, einem kleinen Ort etwa 20 Kilometer vom Nürburgring entfernt.                               Um 14:00 Uhr sahen wir dort im Fernsehen den Start des Formel-1-Rennens – und auch den Abbruch aufgrund des dort herrschenden Unwetters!

Schon seltsam, dass wir von diesem Wetter bei uns rein gar nichts mitbekommen haben.

Als die Wolken sich dann gegen 15:00 Uhr auch über uns immer mehr zusammenzogen, starteten wir ein „Fang-mich-doch-Spiel“ mit Petrus und gewannen es schließlich.      Sobald der Himmel auf der rechten Seite ein paar blaue Wolken durchließ, fuhren wir nach rechts.    Öffnete sich der Himmel linksseitig, fuhren wir nach links.

Und so schafften wir es trockenen Fußes, oder besser gesagt trockenen Rades, bis zum Ziel nach Tondorf, wo wir die Trikes dann schweren Herzens wieder abgeben mussten.

Aber nach dieser Fahrt, die für uns alle nur Freude und Spaß pur war, stand bereits beim Abstellen der Dreiräder für jeden fest, dass lediglich der Termin fürs nächste Jahr festgezurrt werden muss. Ein Ausfallenlassen dieses einmaligen Erlebnisses stand für keinen von uns auch nur ansatzweise zur Diskussion.

 

Werner Bongard