Meisterschaft war greifbar nah
Eine Meisterschaft zu verteidigen ist immer schwieriger als unbeschwert in einen Wettstreit hineinzugehen. Nach dem Erfolg im Jahr 2005, als wir in Berg die Meisterschaft gewannen, sind wir am Sonntag, dem 23.09.2007 natürlich mit der Hoffnung, diesen Titel auch zu verteidigen, angetreten.
Und vorab gesagt: wir haben es nicht geschafft! Die Berger Meisterschaft ging dieses Jahr an das Tambourcorps aus Embken. Aber dennoch haben wir keinerlei Grund, dem nicht erreichten Ziel hinterherzutrauern.
Am Ende schlugen für uns ganze 11 Einzelpreise und 4 Vereinspreise zu Buche!
Nach einem gelungenen Saaleinmarsch folgte das Einzelspiel, bevor wir gegen 15:00 Uhr am Festzug mit Parade teilnahmen. Im Anschluss an das traditionelle Gesamtspiel aller Vereine brachten wir im Bühnenspiel mit dem „Deutschmeister Regimentsmarsch“ und dem „Chiantilied“ das Publikum zum Toben.
Bei der Preisverteilung erschallte dann sage und schreibe 15 mal der Name Heimbach durch das Berger Land.
Im Einzelspiel gewann in der Schülerklasse Gabi Bongard an der Trommel den 1. Platz. Die Tatsache, dass es ihr erstes Einzelspiel war, macht den Preis eigentlich nur noch wertvoller. Die Klasse Flötist Schüler konnte von uns mangels Masse nicht besetzt werden.
In der Juniorenklasse erwies sich Lydia Schlenkermann als Allroundtalent. Sie trat zunächst an der Trommel und im Anschluss an der Flöte an. Für ihren Einsatz wurde sie an beiden Instrumenten mit dem ersten Platz belohnt.
Entgegen der Wettstreitbedingungen bei anderen Vereinen war es in Berg möglich, mehrere Teilnehmer eines Vereins in einer Einzelspielkategorie antreten zu lassen. Diese Möglichkeit konnten wir in der Klasse Flötist Junior nutzen und schickten Jennifer Kettel ins Rennen, die sich hinter Lydia den zweiten Platz sicherte.
In der Seniorenklasse holten sich Herbert Windhausen an der Flöte den dritten und Markus Lang an der Trommel den zweiten Platz. Pauke, Becken, Lyra und Major wurden über alle Wettstreitdisziplinen gewertet.
Jürgen Reithmeier erarbeitete sich an den Becken einen hervorragenden ersten Platz. Jeweils zweite Plätze an ihren Instrumenten erreichten Mario Lennartz an der Pauke, Daniela Reithmeier an der Lyra und Werner Bongard als Major.
Ein Sonderpreis für die Becken wurde an den 11jährigen Rene Lennartz vergeben, der mit seiner Leistung an diesem Instrument durchaus mit den Großen mithalten kann. Allen Preisträgern sei von hier aus noch einmal recht herzlich gratuliert.
Zum Schluss wurden dann noch die Vereinspreise für den Saaleinmarsch, den Festzug, die Parade und das Bühnenspiel vergeben. Und hier erreichten wir in allen Kategorien sensationell den ersten Platz!
Letztlich fehlte uns genau ein Punkt zur Meisterschaft (Embken 28 Punkte, Heimbach 27 Punkte)! Aber bei dieser Flut von Preisen war diese „Schmach“ schnell vergessen und wir feierten unsere Leistung gebührend in unserem neuen Vereinslokal „Zur Försterstube“ in Heimbach!
Dieses Ergebnis, wie auch die Ergebnisse der Wettstreite der letzten Jahre, zeigt jedenfalls deutlich, dass wir uns in der Liste der guten Tambourcorps im Kreis Düren und im Kreis Euskirchen ganz oben eingeordnet haben.