Arbeitsurlaub in der Einsamkeit
Die Repertoireliste auf unserer Internetseite konnte jetzt um den Erzherzog-Albrecht-Marsch erweitert werden.
Den Marsch studierten wir auf dem diesjährigen Übungswochenende vom 13.-15. März ein.
Seit langer Zeit hat es sich offensichtlich bewährt, dass wir mindestens einmal im Jahr mit den Aktiven des Vereins über ein Wochenende wegfahren, um uns ganz der Kameradschaftspflege sowie des Einstudierens neuer oder der Verfeinerung bereits im Repertoire befindlicher Märsche zu widmen!
Am Freitag, dem 13. März trafen wir uns mit 19 Personen in Heimbach, verstauten unsere Instrumente und persönlichen Gegenstände in einen Anhänger und fuhren gegen 19:00 Uhr gut gelaunt nach Niederheckenbach!
Dort hatten wir ein komplettes Jugendheim gemietet, in dem wir das ganze Wochenende ungestört schalten und walten konnten, wie wir wollten.
Ungestört ist in diesem Fall wörtlich zu nehmen. Niederheckenbach ist einer von acht Ortsteilen der Gemeinde Heckenbach, die am 31.12.2007 eine Gesamteinwohnerzahl von 246 Personen aufwies. Im Vergleich zu Niederheckenbach hat Düttling also durchaus städtische Züge!
Lediglich eine Kirche befindet sich in unmittelbarer Nähe des Jugendheims. Ansonsten gibt es dort weder einen Zigarettenautomaten noch einen Internetanschluss, geschweige denn Handyempfang! Also genau die richtigen Voraussetzungen, um sich voll und ganz auf uns und unsere Ziele zu konzentrieren!
Nach der Ankunft in Niederheckenbach belegten wir zunächst unsere Mehrbettzimmer und trafen uns anschließend im Aufenthaltsraum zum gemeinsamen Abendessen. Nachdem das mitgebrachte „kalte Buffet“ verdrückt und die Küche wieder aufgeräumt war, saßen wir noch lange beim Karten- oder Kickerspielen zusammen.
Am nächsten Morgen wurde ab 08:30 Uhr gemütlich zusammen gefrühstückt! Im Anschluss fand dann eine erste Übungseinheit statt, wobei sich Markus Lang für die Trommeln und Lydia Schlenkermann für die Flöten verantwortlich zeigten.
Mittags wurde sich mit Spaghetti-Bolognese die „nötige Kraft“ für die zweite Übungseinheit am Nachmittag geholt. Diese Übungseinheit fand zunächst noch mal in getrennten Flöten-/Trommelgruppen und zum Abschluss dann mit dem gesamten Verein statt!
Und das Ergebnis konnte sich wirklich sehen bzw. hören lassen: Nach nur etwa vier Stunden Proben hatten wir einen kompletten Marsch einstudiert.
Das dürfte nicht nur ein Verdienst unserer „musikalischen Leiter“ sein sondern ist mit Sicherheit auch in der Tatsache begründet, dass wir bereits vor Jahren komplett auf Notenspiel umgestiegen sind!
Am Samstagabend wurde dann in trauter Gemeinsamkeit in der zum Jugendheim gehörenden Grillhütte das eine oder andere Steak verdrückt. Als der letzte Holzscheit weggebrannt war, setzten wir uns im Aufenthaltsraum noch einige Zeit zusammen, bevor wir letztlich doch müde zu Bett gingen!
Auch der Sonntag begann zunächst mit einem üppigen Frühstück, zu dem es sogar genügend frische Brötchen gab. Danach begannen dann die Aufräum- und Packarbeiten.
Nach einem kurzen gemeinsamen Proben, bei dem der neu einstudierte Marsch natürlich Priorität besaß, brachen wir dann gegen 11:30 Uhr wieder in Richtung Heimat auf, wo wir gegen 13:00 Uhr vollkommen zufrieden ankamen.
Für den Vorstand
Werner Bongard